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Betonstein Gartenkatalog

Verlegehinweise

Die korrekte Verlegung erfordert neben handwerklichem Geschick und Erfahrung die Kenntnis zahlreicher technischer Regelwerke (z.B. ZVT Wegebau). Wir empfehlen daher grundsätzlich die Ausführung der Arbeiten durch einen Fachbetrieb.

PFLASTER – Verlegehinweise

In sieben Schritten zur fachgerechten Fläche

Der anstehende Boden ist bis zu einer Tiefe von ca. 30 cm bei begangenen Terrassen und ca. 40 bis 50 cm bei Verkehrsflächen auszuheben. Die Oberfläche des Bodens (Planum) ist mit einer Rüttelplatte so zu verdichten, dass z.B. durch Befahrung eines kleinen LKWs keine Fahrspuren mehr entstehen. Zur Entwässerung muss das Planum eingeebnet und mit einem Gefälle von ca. 2,5% versehen werden.

1. Auf das Planum wird die Tragschicht aufgebracht. Diese besteht z. B. aus Schotter – Splitt – Sand Gemisch oder Kiessand. Die Dicke richtet sich nach der Tiefe des Bodenaushubs abzüglich der Dicke der Pflastersteine einschließlich Bettung. Die Verdichtung erfolgt in Lagen zu ca. 20 cm. Das Gefälle der Oberfläche der Tragschicht soll entsprechend dem des Planums ausgebildet werden (ca. 2,5%). Die Oberfläche ist eben auszubilden. 

2. Auf der Tragschicht wird die Bettung in einer Dicke von ca. 4 – 5 cm aufgebracht. Als Materialien eignet sich Edelbrechsand – Splitt Gemisch der Körnungsgröße 0-4 oder 0-5 (bei Ökopflaster: 2-5 mm). Von kalkhaltigen Materialien ist abzuraten. Zum Einebnen der Bettungsschicht wird diese mit einer Latte über entsprechend höhenmäßig eingebrachte Lehren abgezogen. Vertiefungen in der Tragschicht dürfen nicht mit Bettungsmaterial ausgeglichen werden. Hierfür ist Tragschichtmaterial zu verwenden.

 

3. Die Pflastersteine müssen höhen- und fluchtgerecht (mit Schnur) versetzt werden. Wichtig: Die Fugen müssen mindestens 3 mm betragen. Auch bei Pflaster mit Abstandsnocken ist dieser Mindestabstand einzuhalten (die Abstandsnocken stellen keinen Fugenersatz dar). Die Pflastersteine dürfen niemals press verlegt werden, da sonst auch geringste Fertigungstoleranzen der Steine nicht mehr ausgeglichen werden können (siehe unten). Die Pflasterverlegung erfolgt grundsätzlich über Kopf, d.h. von der verlegten Fläche aus, so dass das abgezogene Pflasterbett nicht mehr betreten wird.

4. Pflasterflächen sind grundsätzlich mit einer Einfassung zu versehen. Diese sind vor dem Einbau der Tragschichten und des Pflasters höhen- und fluchtgerecht einzubauen. Hierfür können Bordsteine oder Einfassungssteine verwendet werden. Diese sind mit einem Betonfundament (Dicke ca. 10 bis 15 cm) und einer Rückenstütze (Breite ca. 10 bis 15 cm) aus Beton C 16/20 zu versehen.  Der erforderliche Abstand der Einfassungen richtet sich nach der Größe der entsprechenden Pflasterfläche. Der erforderliche Fugenabstand ist hierbei zu beachten (siehe unten).

5. Mit fortschreitender Verlegung sind die Fugen mit Edelbrechsand – Splitt Gemisch der Körnungsgröße 0-4 oder 0-5 (bei Ökopflaster: 2-5 mm oder 1-3 mm, je nach System) je nach Fugenbreite zu verfüllen und  abzukehren.

bilder ruettler
bilder ruettler

6. Der saubere Belag soll nur im trockenen Zustand – von den Rändern zur Mitte hin – mit einer geeigneten Rüttelplatte bis zur Standfestigkeit eingerüttelt werden. Höhenunterschiede dürfen nicht mit Gewalt durch Weiterrütteln ausgeglichen werden, da dies zu Schäden an den Steinen führen kann. Alle Pflastersteine sollten mit einer Rüttelplatte mit Kunststoffüberzug gerüttelt werden (siehe Bilder).

7. Nach dem Rütteln und dem nochmaligen Einsanden kann der Pflasterstein sofort genutzt werden.

TIPP: Um eine natürliche Wirkung des Belages in Farbe und Struktur zu erreichen, müssen immer Steine aus mindestens drei Paletten gleichzeitig verarbeitet werden.


PLATTEN- Verlegehinweise

Befahrbarkeit

Für nicht befahrene Flächen sind Plattendicken von 4 und 5 cm ausreichend. In Flächen mit Fahrzeugverkehr sollte bei PKW Befahrung Platten mit einer Dicke von mindestens 6 cm eingesetzt werden.

Bei Flächen, die gelegentlich von LKWs (max. Gesamtgewicht von 20 to) befahren werden, sollten Platten mit einer Dicke von mindestens 8 cm eingesetzt werden. Bei häufigerer Befahrung und / oder schwereren LKWs sind Platten, die in diesem Katalog aufgeführt werden, nicht geeignet.

 

Ungebundene Bauweise

Ausbildung  Planum, Tragschicht, Einfassungen, Gefälle: siehe Hinweise Pflasterverlegung. Die Platten sind entsprechend dem Verlegeplan auf eine 3- 5 cm dicke Bettung aus Edelbrechsand – Splitt Gemische der Körnung 0-4 oder 0-5 über einer Tragschicht aus Kies oder Schotter mit einer Fugenausbildung von 3-5 mm zu verlegen. Die Fugen sind mit Edelbrechsand-Splitt Gemisch der Körnung 0-4 oder 0-5 vollständig zu verfüllen. Als Verlegehilfe können Fugenkreuze zur Einhaltung der entsprechenden Fugenbreiten verwendet werden. Platten bis zu einer Dicke von 8 cm sind mittels eines geeigneten Hammers bis zu Lagestabilität festzuklopfen. Die Fugenfüllung erfolgt danach. Ab einer Dicke von 8 cm können die Platten auch mit einem geeigneten Flächenrüttler unter der Verwendung einer Platten-Gleitvorrichtung abgerüttelt werden. Hier muss das Fugenmaterial vor dem Abrütteln eingebracht werden. Danach sind die Fugen ggf. nochmals zu verfüllen. Beläge aus ungebunden verlegten Platten können bei ausreichender Fugenfüllung gleich genutzt werden.

 

Gebundene Bauweise

Bei dieser Bauweise empfehlen wir die Ausführung durch einen Fachbetrieb.

 

Verlegung auf wasserundurchlässiger Unterlage (z. B. Betondecke)

 

Verlegung mit Mörtelsäckchen oder Stelzlager

Die Platten sind entsprechend dem Verlegeplan mit einer Fugenausbildung von 3–5 mm auf Mörtelsäckchen (oder Stelz­lager o. ä.) im Gefälle zu verlegen. Die Fugen bleiben offen, damit das Wasser nachunten ablaufen und auf der Betondecke abfließen kann. Bei der Verlegung auf Stelzlagern sollten die Platten zur Einhaltung einer minimalen Dickentoleranz kalibriert werden.

Die Platten sind mit mind. 1% Gefälle zu verlegen.

 

Verlegung im Splittbett

Bei dieser Bauweise empfehlen wir die Ausführung durch einen Fachbetrieb.

 


Verlegehinweise der SLG

Verfasser: Dipl.-Ing. Dietmar Ulonska – Betonverband Straße, Landschaft, Garten e.V. (SLG), Bonn

Verlegehinweise (PDF)