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30.04.2013

Renaissance der Ostbahnstraße – Landau in der Pfalz

Die Landauer Ostbahnstraße als Flaniermeile – ein Bild, das selbst Einheimische nur aus längst vergilbten Postkartenmotiven kannten. Die Zerstörungen des Krieges und der anschließende Wiederaufbau ließen das lange Zeit prägende Flair fast vollends verschwinden.An Stelle malerischer Fassaden und Alleen rückten die typischen Bauten der 50er und 60er Jahre, die als Teil des Wirtschaftswunders in erster Linie groß und praktisch sein mussten. Ein Bild, das Bürgern und Stadtplanern zunehmend missfiel. Die Ostbahnstraße konnte als Rückgrat der östlichen Innenstadt und bahnhofseitiges Entree zur Stadt ihrer Bedeutung nicht mehr gerecht werden. Der Boulevard ist zurück.

In einem zukunftsweisenden Planungs- und Beteiligungsverfahren, bei dem Bürger, Fachexperten, Hochschulen und Stadt eng zusammenwirkten, wurde ein bemerkenswertes Konzept zur Stadtentwicklung erarbeitet. Sein Sieg im landesweiten Wettbewerb „Werkstatt Innenstadt“ sollte schließlich den Weg für die Entstehung eines attraktiveren Stadtquartiers ebnen. Bereits im ersten Bauabschnitt, zwischen Maximilianstraße und Ostring, wurde die Ostbahnstraße als großzügiger Boulevard wiederhergestellt. Der Straßenraum ist hierzu völlig neu aufgeteilt worden: Teils sechs Meter breite, mit Bäumen gesäumte Gehwege bieten einen attraktiven Zugang vom Bahnhof, während die Fahrbahnen auf ein ausreichendes Maß zurückgeführt wurden. Der Boulevard-Charakter wird dabei maßgeblich durch höhengleiche und flächenhafte Aufpflasterungen erzeugt. Im Zuge der Bemusterungsphase entwickelte Kronimus den objektspezifischen Vorsatz „Landau Gelb“, der mit geschliffener Oberfläche auf die vorherrschenden Sandsteinfassaden Bezug nimmt.
Ausführung mit „Nulltoleranz“

Besonderes Augenmerk legten die Stadtplaner darauf, dass ein zeitgemäßer Boulevard Barrierefreiheit in bestmöglicher Form bieten muss. Erleichterte Übergänge wurden somit nicht allein im Bereich der Bushaltestellen geschaffen. Fußgänger, Rollstuhl- und Radfahrer queren Fahrbahn und Gehweg heute besonders bequem. Die Übergänge wurden mit Bedacht fließend gehalten und auch so gestaltet. Das globale Verlegeraster verläuft exakt Fuge auf Fuge vom gepflasterten Gehweg über die sondergefertigten Bordsteine auf die gepflasterte Fahrbahn. Eine strikte Vorgabe der Planer, die von Hersteller und Bauunternehmer Präzisionsarbeit mit „Nulltoleranz“ einforderte. Die Maßnahme in der Ostbahnstraße übertrifft somit auch im Detail die Norm. Mit der außergewöhnlichen Aufwertung der östlichen Innenstadt gilt das auch im Gesamtblick – nicht zuletzt für den ansässigen Einzelhandel.


Zu den Objekt Referenzen


Der Beitrag „Renaissance der Ostbahnstraße“ ist ursprünglich erschienen in der Referenzbroschüre „Perspektiven, Edition ‚Kocher‘“, die sechs weitere Referenzberichte enthält. Die gesamte Broschüre steht hier als PDF zum Download bereit.